Mittlerweile bin ich 50 plus, seit 2003 verheiratet mit Susanne. Meine Frau ist der große Rückhalt in meinem Leben – sie setzt sich immer wieder kritisch mit mir auseinander. Das hilft ungemein auf dem Teppich zu bleiben. Ich bin bis heute ein Visionär geblieben und möchte viele Dinge verändern. Netzwerker umschreibt mich sicherlich passend. Netzwerken ist aber kein Selbstzweck, sondern macht nur Sinn, wenn Dinge bewegt werden.

Ich persönlich liebe das Reisen, insbesondere in die USA und nach Südafrika. Hier wird der leere Akku immer wieder aufgeladen.
Vor allen Dingen bin ich ein Genussmensch: Ein gutes Essen lasse ich nicht stehen (man sieht es), eine schöne Zigarre lasse ich nicht liegen und ein Wein aus Südafrika bleibt bestimmt nicht im halbvollen Glas zurück.
Ich liebe den Sport in den USA und so geht nichts über die SuperBowl Party, die jedes Jahr bei mir stattfindet. Aber schon während der jeweiligen Saison schaue ich regelmäßig American Football und Basketball aus den USA.
Natürlich werden die Spiele auch regelmäßig auf der Play-Station 4 nachgespielt – hier kann ich wirklich abschalten.

Wenn es Sie interessiert, wie ich so geworden bin, hier etwas mehr zu meinem Werdegang:

Ich wurde am 07. Januar 1966 in Bremen geboren. Meine ersten Stationen waren Hemelingen und die Stadtmitte, bevor meine Eltern mit mir Ende 1967 nach Stuhr-Kuhlen in ein Reihenhaus zogen. Hier lebte ich bis zu meiner ersten eigenen Wohnung.

Trotz der frühen Steuerflucht meiner Eltern nach Niedersachsen war mein Mittelpunkt immer Bremen. Ich ging in Grolland und Huchting zur Schule und machte dort auch 1985 an der Delfter Straße mein Abitur.

Dieses Umfeld sorgte für eine „Politisierung“ meiner Person. Bereits 1979 organisierte ich mit Freunden Schuldemos gegen die Pläne der SPD, die intakte Schulstruktur in Huchting aus dogmatischen Gründen zu zerstören. Der 6. Mai 1980 mit den Krawallen am Weser Stadion war der Punkt an dem ich mir sagte, dass etwas passieren muss. Wenige Wochen später traf ich an einem Stand der CDU den Bürgerschaftsabgeordneten Klaus Bürger und nach einer Diskussion von einer Stunde sagte er zu mir: „ Wenn Du alles besser weißt, dann musst Du in die CDU eintreten.“ Das überzeugte mich.

So kam ich bereits im Juni 1980 zur ersten Veranstaltung der Jungen Union Links der Weser in einem Hinterzimmer in Huckelriede – auch hier war ich sofort der Meinung, dass sich etwas ändern muss.

Meine Lehrer waren damals froh, dass es ihnen erspart blieb, die Positionen der CDU darzustellen. Das tat ich von nun an. In der Jungen Union übernahm ich diverse Aufgaben und wurde 1984 Kreisvorsitzender der Jungen Union in Bremen.

1985 nach meinem Abitur blieb ich in Bremen und machte eine Banklehre bei der Deutschen Bank. 1987 der Abschluss zum Bankkaufmann und, nach dem die Bundeswehr auf mich verzichtete, ging ich zu einer Tochter der Bank nach Hamburg, um dort als Firmenkundenbetreuer anzuheuern. Mein Mittelpunkt blieb Bremen: Ich pendelte jeden Tag um 7.14 Uhr mit dem Zug nach Hamburg. Ende 1988 wechselte ich beruflich wieder nach Bremen und fing bei der Spedition Danzas als Vertriebler an. Ich verkaufte jetzt keine Kredite mehr, sondern Transportdienstleistungen.

Mein Hobby blieb die Politik. Ich wurde 1989 zum Landesvorsitzenden der Jungen Union gewählt und der Ton im Umgang mit der Mutterpartei wurde rauer. Eine Verjüngung sollte her und mit zahlreichen Papieren und Aktionen machten wir das auch öffentlich deutlich.

1991 wurde ich zum ersten Mal in die Bürgerschaft gewählt – welch ein Gefühl. Wir wollten mit der Jungen Gruppe in der Bürgerschaft die Welt verändern und stellten schnell fest, dass es in der Opposition schon schwer ist, Bremen zu verändern.

Ebenfalls 1991 heuerte ich beim damaligen CDU-Landesvorsitzenden Bernd Neumann als persönlicher Referent an. Hier konnte ich einiges lernen – stellte aber schnell fest (1994), dass es mit zwei Alphatieren in einem Käfig nicht funktioniert.

In den ersten Jahren der Bürgerschaft war ich der Sprecher der Deputation für Sport, und wir setzen einige Akzente im Bereich der Wett- und Wirtschaftsförderungsmittel.

1995 wurde ich wieder in die Bürgerschaft gewählt. Ich übernahm die Aufgabe als Sprecher für Umwelt und Stadtentwicklung. Meine Liebe zur Windenergie begann 1997 mit einem Besuch bei AN Windenergie. Die ersten Initiativen im Parlament wurden gestartet, und Rot-Grün wunderte sich über die forsche CDU-Politik im Bereich der Energiepolitik.

1999 wurde ich in meiner dritten Amtszeit zum Fraktionsvorsitzenden der CDU gewählt. Nach einer Kampfkandidatur bei der ersten Wahl zog die Fraktion über die vier Jahre an einem Strang. Viele Themen und Aktionen wurden bewegt. Die Atmosphäre in der Fraktion war super.

2003 folgte ein großes Jahr für mich. Die Hochzeit mit meiner Frau und die Wahl zum Senator für Bau, Umwelt und Verkehr. Voller Tatendrang begann ich heiße Themen anzupacken: Im Mittelpunkt standen sicherlich die Entwicklung der Überseestadt und der Offshore-Windenergie – zwei Themen der Zukunft. Eine tolle Erfahrung war die Zusammenarbeit mit fast 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Behörde und den Ämtern.

In den kommenden Jahren wurde allerdings die Kommunikation mit meiner Partei immer schwerer. Meine Vorstellungen einer modernen Großstadtpartei und eine mögliche Koalition mit den Grünen standen im krassen Widerspruch zu dem Versuch der CDU Bremen, sich noch einmal in eine große Koalition zu retten. Ebenso wurde versucht, mich in der sogenannten Wanzenaffäre vom Opfer zum Täter zu machen. Das Jahr 2005 hinterließ tiefe Spuren und so entschloss ich mich im Jahr 2006, kurz nach meinem 40. Geburtstag, vom Amt des Senators zurückzutreten und nach einem längeren Aufenthalt in den USA meine Firma ihoch5 zu gründen.

Bis 2007 behielt ich mein Bürgerschaftsmandat, doch dann war auch dort Schluss. Für mich eine Zäsur und auch für meine Partei. Die CDU flog aus der Regierungsverantwortung und sollte sich in der Opposition regenerieren – so wollten es die Wähler.

Für mich war es eine große Umstellung – kein Stab mehr, keine Vorlagen, die fertig auf dem Schreibtisch lagen, sondern alles musste selbst erledigt werden, Termine wurden verpasst, weil ich sie mir nicht in den Kalender eingetragen hatte. Nach einer kurzen Umstellungsphase lief es allerdings gut an. Aufträge wurden gewonnen, und die Firma machte kleine Gewinne.

2009 kam ein erster Rückschlag – die Finanzkrise hatte zugeschlagen und Aufträge brachen weg. Jetzt wusste ich, was es heißt, selbstständig zu sein. Es war ein täglicher Kampf um das Überleben der Firma. 2010 wurde es wieder deutlich besser – eine ganze Reihe von Aufträgen konnten gewonnen werden, und der Schwerpunkt verschob sich von den Immobilen zu den Erneuerbaren Energien.

2011 überlegte ich eine Kandidatur zur Bremischen Bürgerschaft , aber meine Partei war mittlerweile in chaotischen Zuständen, und ich verzichtete. Die Wahl zur Bürgerschaft brachte das bekannte Ergebnis – die CDU lag nur noch bei 20 %.

2012 übernahm ich den Kreisverband Bremen und somit wieder mehr Verantwortung in der Partei. Es wurde aber auch neue Aktivitäten gestartet – so organisierten wir die erste Offshore-Messe in Bremen – mit über 250 Ausstellern ein voller Erfolg.

2013 und 2014 folgte das Ringen um ein neues EEG – ich war auf vielen Messen und Kongressen und machte Werbung für eine erfolgreiche Energiepolitik der Zukunft. Insbesondere der Offshore-Wind-Bereich hat bei den richtigen Rahmenbedingungen eine große Perspektive und wird noch viel Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.

In den nächsten Jahren stehen hoffentlich weitere Veränderungen an. Veränderungen sind gut. Sie halten jung und den Kopf frisch- das ist auch nötig.